Rocknacht Markdorf

Schnee, Regen, Bäume - an diesem Freitag kam so ziemlich alles vom Himmel was man sich nur vorstellen konnte. Für uns war das natürlich kein Grund pessimistisch zu sein, schließlich stand mal wieder ein Auftritt bevor, und so trafen sich dann 5 von 6 Bandmitgliedern frohgelaunt am Proberaum um die Packesel zu beladen. (Und ich versichere, so schnell wie dieses mal waren wir noch nie!) Mit dabei war auch ein neues Bari-Sax - also ein Instrument, nicht Musiker.

So ging es dann auch kurze zeit später auf Richtung Markdorf. Dort fanden wir uns dann mit einer leichten Verspätung (trotz aller Einpackrekorde) ein, luden unser Geraffel aus, und wunderten uns ein wenig, wieso alle anderen Bands mit einem Equipmentauto auskamen, und wir mal wieder 2 Transporter dabei hatten.

Sogleich ging es zum Soundcheck über - die letzte Band am Abend fing an - und, mein lieber Herr Gesangsverein, dass nenn ich eine Abi-Band, Respekt Jungs.

Dann kamen wir an die Reihe - endlich Tief A über ne fette Anlage röhren lassen - macht das ein Spaß :). Gesoundcheckt wurde natürlich auch noch; und nicht nur den Träumen des Baritonsaxophonisten hinterher gehangen.

Nun kam dann noch der bis dahin beste Teil: Die Pizza - welche wir uns auch mit dem ein oder anderen Bier auch schmecken ließen. Kurze Zeit später ging es dann auch schon Pünktlich los.

Den Anfang machte Virdis - für ihren ersten Auftritt lieferten sie eine klasse Leistung ab. Danach betrat Spank the Hans Müller die Bühne - und ich sage euch, die beiden müssen wohl Kurt Cobain gefrühstückt haben. 1a ging die Mucke die Seele runter. (Ach ja, belegte Brötchen gab es auch noch). Als dritte Band betraten 3aliasTe die Bretter die die Welt bedeuten (auch die in Markdorf gehören dazu). Gleich darauf folgte Chavenger aus Bad Saulgau. Und dann kamen, natürlich zur besten Sendezeit, ganz genau: Wir!

Schnell umgebaut, Orgel getestet, Jägermeister eingeschmissen, und dann feststellen müssen, dass zwischenzeitlich die Monitoranlage den Geist aufgegeben hat. Aber davon lassen sich gute Musiker ja nicht stören und so spielten wir das erste Stück. Und staunten ganz gewaltig.
Das Publikum, welches sich zuvor doch eher - mit einigen Ausnahmen - passiv verhalten hatte, war nicht mehr wieder zu erkennen. Die waren am Tanzen und skanken, das war einfach toll.
So ließen wir uns auch nicht lange aufhalten und spielten einen Song nach dem anderen und ließen die Bude wackeln. Und egal ob mit dem doch eher gemütlicherem Bygone Times oder mit unseren neuen Songs, die doch ein wenig schnellere Beats beinhalten. Es war Stimmung pur.
Und so schnell unsere Spielzeit begonnen hatte so schnell waren die 45 Minuten auch schon wieder rum. Eine letzte Zugabe, jeder ließ noch ein kurzes Solo vom Stapel, und alsbald konnten unsere Instrumente wieder in ihre Koffer zurück.

Nach uns folgte dann noch die Abi-Band des Gymnasiums Markdorf (siehe oben) bevor dann alle langsam wieder ihre doch geschundenen Knochen in Bewegung setzten um Equipment und die tonnenschwere Orgel abzubauen. Bei einigen waren diese sogar so geschunden, dass sie noch ihren eigenen Bass im Theaterstadel vergaßen, dies jedoch erst beim Ausladen am Proberaum merkten und so am gleichen Abend nochmal zurück mussten.