Tourbericht Hochzeit Nürtingen

Die Vorbereitungen zu diesem Auftritt begannen schon etwas früher, genauer gesagt am Tag vor der eigentlichen Abreise. Da der bestellte Kutscher für unsere Instrumente und sonstigem Equipment kurzerhand sein Kommen von 20.00Uhr auf Mitternacht verlegt hatte, stellte sich für uns die Frage, was man mit dem angebrochenen Abend noch anfangen kann. Man saß ja schließlich schon im Proberaum bereit und nochmal nach Hause zu laufen/fahren hätte sich nicht gelohnt. Aber richtige Musiker wissen in dieser Hinsicht genau, was zu tun ist - sie gehen einen trinken. So wurde dies bei Bier, Jackie-Cola und einigen Partien Skat noch ein gemütlicher Abend und unbestätigten Quellen zufolge sollen wir es sogar geschafft haben unser Geraffel komplett in den Anhänger zu bugsieren.

Der nächste Morgen begann für die meisten dann relativ verschlafen und mit Spätfolgen der durchzechten Nacht. Als dann alle mit Reisegepäck im Auto verstaut waren, brachen wir in Richtung Aach Linz auf, um uns bei unserem Trompeter Dennis bei einem ausgedehntem Weißwurstfrühstück zu stärken. Kurz nach dem Eintreffen von Tobi S. konnte es dann auch schon losgehen. Über einen kurzen Umweg über Neuhausen (für alle die nicht wissen wo dieser Ort liegt: direkt in der Einflugschneise vom Stuttgarter Flughafen) fanden wir ohne Probleme unser kleines Hotel Siedlerstube am Nürtinger Stadtrand. Kurz darauf konnte man uns schon wieder bei einer unsere Lieblingsbeschäftigungen beobachten: Beim Pizza essen in der Innenstadt. Um 18:00Uhr machten wir uns dann auf den Weg, um unsere Instrumente aufzubauen: dachten wir zumindest. Denn die vom Veranstalter bereitgestellte PA und 12KW Lichtanlage machte so ihre Probleme und so dauerte es geschlagene 5 Stunden, bis wir endlich unseren Soundcheck starten konnten. Schlussendlich ging dieser dank des professionellen Mischers aber Ruck zuck und um 1 vielen wir dann endlich in unsere Betten.

Nach einem gemütlichen Frühstück wurde die Nürtinger Stadt unsicher gemacht; unter anderem die dort ansässige Friseurinnung, die wohl noch nie einen größeren Ansturm erlebt hatte. Nach dieser kurzen Shoppingtour warfen wir unsere Ausgehuniform über und verbrachten den Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und schließlich bei einem einwandfreien Abendessen (Der Cateringservice stand angeblich im Michelin-Führer).

Dann sollte endlich unser Auftritt beginnen. Standesgemäß eröffneten wir die Tanzfläche mit einem Brautwalzer, der mit Nothing Else Matters zwar nicht ganz gewöhnlich, aber als ein Wunsch der Braut natürlich Befehl war. So bekamen wir dann auch die Leute alle relativ schnell zum Tanzen. Leider wurde uns die Freude schnell wieder genommen als ein Mädchentrio mit Midiplaybacks (genau, dass sind die, die aus dem Keyboard kommen) ihre Gesangskünste zum besten Gaben. Da nun alle Leute saßen hatten wir es etwas schwer, diese wieder zum Tanzen zu animieren, zumal alle außer uns etwas von einer Überraschung wussten, welche außerhalb des Saales stattfand. So standen wir vor relativ leeren Rängen und waren doch etwas verdutzt. Wir schoben kurzerhand eine Pause und die ersten runden Bier ein, und Fuhren dann mit Rock 'n' Roll vom feinsten auf, welcher die Hochzeitsgäste wieder zum Tanzen und mitsingen animierte.

Um kurz nach 12 wechselten wir neben unseren Klamotten auch die Musikrichtung, und wir gaben noch 1 1/2 Stunden mit unserem Ska-Programm richtig Gas, bevor wir den Abend gemütlich ausklingen ließen.

By: Markus